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Kino 17.09.2026

Viel härter als Reacher: Alan Ritchson kehrt heute nach 3 Jahren ins Kino zurück

Viel härter als Reacher: Alan Ritchson kehrt heute nach 3 Jahren ins Kino zurück
Ab sofort ist Reacher-Star Alan Ritchson mit Comedy-Ass Owen Wilson im Actionfilm Runner zu sehen. Der neue Kinofilm übertrifft Reacher an Gewalt, krankt aber an diversen Schwächen.Alan Ritchson ist nicht zu stoppen. Er feiert mit Reacher Staffel 4 erneut Amazon-Erfolge, ist im erfolgreichsten Netflix-Film 2026 zu sehen – und greift jetzt erneut nach den Kino-Sternen. Und zwar erstmals als Hauptdarsteller: Drei Jahre nach seinem Auftritt in Fast & Furious 10 schließt er sich im Actionfilm Runner mit Spaßkanone Owen Wilson

(Die Royal Tenenbaums) zusammen, um ein kleines Mädchen vor dem Tod zu retten.

Runner ist brutal, aber auch witzig und dank der beiden Hauptdarsteller oft charmant. Dennoch bleiben Story und Nebenfiguren so schwach, dass der Film den wenigsten im Gedächtnis bleiben wird.

Alan Ritchson walzt halb Australien platt: Darum geht's in Runner

Hank Malone will die Vergangenheit hinter sich lassen: Der Ex-Navy SEAL lebt auf einem Hausboot in Australien und verdient sein Geld mit heiklen Kurierfahrten. Doch sein neuer Auftrag ist besonders brenzlig: Er soll der kleinen Ellie (Scarlett Crabtree) in Brisbane ihre Spenderleber bringen. In 3 Stunden wird sie ohne das Organ sterben.

Schaut hier den Trailer zu Runner:

Staffel 2 Trailer

Mit dem Auftrag halst sich Hank auch den offiziellen Bewacher des Organs auf, die Plaudertasche Ben Bishop (Owen Wilson). Eigentlich ist die Strecke in der vorgegebenen Zeit gut zu schaffen, doch aus dem zänkisch-gemütlichen Road Trip wird nichts: Plötzlich jagen schwer bewaffnete Unbekannte hinter der Leber her. Die beiden Kuriere müssen im Kugelhagel ihr eigenes Leben und das des kleinen Mädchens retten.

Reacher, Owen Wilson und harte Action: Das sind die großen Stärken von Runner

Die Story klingt simpel, aber das bedeutet zunächst einmal nichts, denn Alan Ritchson und Owen Wilson füllen sie mit Leben. Ritchson spielt hier, wie Reacher-Fans ihn lieben: Brummelig, schweigsam, tödlich kompetent. Das perfekte Gegenstück zu einer Quasselstrippe.

Und die liefert Owen Wilson in einem überraschend energetischen, einfallsreichen und gut geschriebenen Auftritt ab: Das Duo profitiert von toller Chemie, flapsigen Sprüchen und einer Dynamik, die schon Klassiker wie Nur 48 Stunden, Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis oder Rush Hour funktionieren ließ.

Hinzu kommen für Action-Fans mit starken Nerven die gut inszenierten Action-Szenen, in denen das Blut wortwörtlich nur so spritzt. Rambo Hank Malone schleift die Gesichter seiner Feinde an Autoreifen platt, spießt sie auf Fahrradsattel oder sandstrahlt mit ihren Körpern ein ganzes Krankenhaus. Es geht deutlich härter zu als bei Reacher.

Nach starkem Anfang endet Runner als Actionfilm nach Schema F

Doch die größte Schwäche des Films ist das zu oft belanglose Drehbuch, das mit jeder Minute mehr auf die Qualität des Films einwirkt. Ist der Anfang noch stark – Hank klappert Kunden ab, zerrt einen Milliardär aus einer Orgie, liefert sich Geplänkel mit Ben – endet der Film in einem einfallslosen CGI-Massaker.

Die Häufigkeit, mit der sich Regisseur Scott Waugh (Need for Speed, The Expendables 4) hier Action-Klischees bedient, ist ärgerlich. Von den geradezu skurril langen Ansprachen eines Erzbösewichts bis zum irritierend sentimentalen Abschied im Kugelhagel ist alles dabei, und alles davon wirkt gleichermaßen abgestanden und unkreativ.

Am Ende bleibt Runner der Popcorn-Action-Streifen, den wohl viele längst in ihm gesehen haben. Über zwei Drittel seiner Länge ist er unbestreitbar unterhaltsam. Aber aufgrund des blassen Rests werden ihn viele vergessen, bevor sie aus dem Kino wieder zuhause sind.

Runner läuft seit dem 17. September 2026 in den deutschen Kinos.

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